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© 2008-11
Förderverein Hofgut
Guntershausen e.V.
Aktualisiert am
4.1.2011

Kunst auf dem Kühkopf

Im Jahre 2000 feierte die Gemeinde Stockstadt am Rhein ihr 1150-jähriges Jubiläum. Aus diesem Anlass wurde auf dem Hofgut Guntershausen ein Bildhauersymposium mit dem Thema "Am Strom der Zeit" durchgeführt. Bei diesem Symposium erhielten 10 ausgesuchte und renommierte Künstler Gelegenheit, innerhalb von 10 Tagen auf dem Hofgut Guntershausen ihre Vorstellungen des Themas "Am Strom der Zeit" in Holz oder Stein zu verewigen. Es entstand dabei nicht nur ein hochinteressanter Kommunikations- und Entstehungsprozess, der auch von der Öffentlichkeit und der Bevölkerung mit Aufmerksamkeit verfolgt wurde, sondern die besondere Atmosphäre der Auenlandschaft inspirierte die Kunstschaffenden in besonderer Weise, so dass interessante, beziehungsreiche Skulpturen entstanden, die von der Gemeinde Stockstadt erworben und in Form eines Skulpturenpfades quasi als Verbindungsstrecke zwischen Natur und Siedlung für die Öffentlichkeit aufgestellt wurden.

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"Fischstäbe und Stangenspargel" oder
"Auftauchen - Abtauchen"
3 Keramikstelen von Christine Hach

Eine Anlehnung an die reiche Vegetation der Insel Kühkopf mit bizarren pflanzen- und tierähnlichen Formen der Auwiese oder der Schilfzone, versehen mit sparsamen Glasurapplikationen.

Wie groß können Formen sein, um in der Natur des Kühkopfes Raum einzunehmen und zu definieren? Mit Leichtigkeit verbunden, bewirken die riesigen "Fischstäbe und Stangenspargel" ein Raumgefühl an ihrem Standort, vermitteln körperliche Präsenz, biologische Anwesenheit.

"Die Naturbeobachterinnen"
Esche und Eisen
von Klaus Jänicke

Diese Arbeit entstand zwar nicht während des Symposiums "Am Strom der Zeit", fügt sich aber thematisch in den Skulpturenpfad ein.
Wohin richtet sich der Blick der Gestalten - auf die Vergänglichkeit der Natur, das menschliche Altern?
Schutzbedürftig erscheinen die schmalen Figuren angesichts des sie umgebenden Raumes, in Erwartung dessen, was kommen wird.

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"Menschen am Fluss" (Die Königskinder)
Eiche, Esche
von Susanne Auslender

In der figürlichen Darstellung verbindet die Künstlerin individuelles, zeitgenössisches Empfinden mit überzeitlichen und interkulturellen Motiven. "Diesseits" und "Jenseits" sind von der anderen Verbindung, dem Fluss getrennt. Von der griechischen Mythologie bis hin zu Kulturen der Gegenwart verbindet der Fluss Land und Wasser, Leben und Sterben. Im Märchen scheint die Tiefe des Wassers unüberwindbar. Wer sich aber auf die Kräfte des Wassers einstellen kann, wird die Grenze unbeschadet überwinden, wird die Reise vollenden.

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"Bald Im Ried eingebürgert"
Artikel im "Ried-Echo" vom 31. Januar 2008

Noch vor Weihnachten hatte die Gefahr bestanden, dass der "Schnakenkönig" hinter der Stockstädter Altrheinbrücke nicht auf dem Kühkopf bleiben kann. Wie der Förderverein Hofgut Guntershausen mit-teilt, hatte der Schöpfer der Skulptur, der Künstler HWP Diedenhofen, die beim Bildhausersymposium im August 2006 aus einem Eichenstamm entstandene Arbeit verkaufen wollen.
Weil der Transport ihn recht teuer gekommen wäre, kam der Künstler dem Förderverein im Preis entgegen; eine flugs ins Leben gerufene Spendenaktion tat ein Übriges. Vor allem dank zweier Großspenden von Firmen aus der Region, so der Vereinsvorsitzende und Stockstädter Bürgermeister Klaus Horst, kann der Schnakenkönig - der offiziell "Insectoid 2, Protector of the Woods" heißt - voraussichtlich im Ried eingebürgert werden. Noch sei man dabei, die vertraglichen Bedingungen "festzuzurren", so Horst.
 

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